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Absicherung für Nutztiere

Sichern Sie Ihre Nutztiere rundum ab!

Sorgenfreie Nutztierhaltung

Richtig versichert, wenn Tierhaltung die eigene Existenz sichert

Die Absicherung von Tieren

Als Tiernutzer sollte man sich frühzeitig um den Versicherungsschutz für seine Nutztiere kümmern, denn viele Risiken  können schnell die eigene Existenz bedrohen.  Wer ein Tier hält, trägt dafür auch die Verantwortung. Das bedeutet, dass Sie Schadenersatz leisten müssen, wenn Ihr Tier  einen anderen schädigt. Aber auch Tiere genießen seitens des  Gesetzgebers besonderen Schutz und eine artgerechte Tierhaltung steht weit oben auf der politischen Agenda. Auch die  Behandlung bei Krankheit zählt hierzu. Krankheit kann aber  auch schnell zur Nottötung oder Keulung führen. Generieren  Sie aus Ihren Tieren einen Ertrag, muss der Wert des Tieres  abgesichert werden, damit sich die Mühen der Aufzucht auch  lohnen.

Nutztiere

Nutztiere werden gehalten, damit sie dem Halter einen bestimmten Nutzen bieten. So dient der Wachhund dem Schutz  des eigenen Anwesens und die Milchkuh oder das Schwein als  Grundlage des eigenen Erwerbslebens.

Typische Nutztiere sind:

  • Hunde
  • Pferde
  • Rinder
  • Schweine
  • Hühner, usw.

Halter haften für ihre Tiere

Haftungsgrundlage

  • 833 BGB

„(1) Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper  oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache  beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet,  dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen. (2) Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn der Schaden durch  ein Haustier verursacht wird, das dem Beruf, der Erwerbstätigkeit oder dem Unterhalt des Tierhalters zu dienen  bestimmt ist, und entweder der Tierhalter bei der Beaufsichtigung des Tieres die im Verkehr erforderliche Sorgfalt beobachtet oder der Schaden aus bei Anwendung dieser Sorgfalt entstanden sein würde.“

Vereinfacht kann man also sagen, dass Schäden durch Nutztiere nur dann erstattungspflichtig sind, wenn dem Halter ein Verschulden vorgeworfen werden kann (Verschuldenshaftung). Beim Luxustier (§ 833 Abs. 1 BGB) spielt der Grad des Verschuldens des Halters keine Rolle. Schäden müssen aus der reinen Gefährdungshaftung heraus beglichen werden. Der Luxustierhalter haftet also grundsätzlich immer für Schäden, die sein Tier verursacht.

Absicherung gegen Haftpflichtansprüche

Der Gesetzestext stellt eindeutig fest, dass für Schäden, die  durch ein Nutztier verursacht werden, nur dann gehaftet und  entsprechender Schadenersatz geleistet werden muss, wenn  dem Halter ein Verschulden vorzuwerfen ist. Diese Verschuldenshaftung ist auch Gegenstand der gewerblichen bzw.  speziellen Haftpflichtversicherung, die Sie für Ihr Unternehmen bzw. den Zweck der Nutztierhaltung benötigen. Ihre Tiere  sind daher im Regelfall über einen solchen Vertrag bereits mit  versichert:

Betriebshaftpflichtversicherung, z. B.:

  • Wachhunde
  • Therapiehunde/-pferde
  • Kangalfische

landwirtschaftliche Haftpflicht, z. B.:

  • Milchkühe
  • Mastschweine
  • Legehühner
  • Schafe

Jagdhaftpflicht, z. B.:

  • Jagdhund
  • Frettchen (zu Jagdzwecken)
  • Greifvögel (zu Jagdzwecken)

Es kann je nach Tarif Einschränkungen bei den Tierarten  oder der versicherten Stückzahlen geben. Es empfiehlt sich  daher immer, mit dem Versicherer den gebotenen Versicherungsschutz abzuklären. Dies gilt auch, wenn beispielsweise  eigene Tiere auf Weiden im Ausland gehalten oder Tiere für  einen anderen als den eigentlichen Nutzzweck eingesetzt  werden (z. B. Brauereipferde bei Umzügen).

Tiere sind keine Sachen

Tiere sind gem. § 90a BGB keine Sachen. Daher sollte man  sie auch nicht wie Sachen versichern. Ein umfangreiches  Angebot an Tierversicherungen gibt Ihnen die Möglichkeit,  Ihre Nutztiere entsprechend des persönlichen Bedarfs abzusichern. Vom entgangenen Ertrag bis hin zu den Behandlungskosten gibt es kaum einen Bereich, gegen dessen finanzielle  Folgen Sie sich nicht absichern könnten.

Tierkranken-/Tier-OP-Versicherung

Für Hunde, Katzen und Pferde bietet der Versicherungsmarkt  die Möglichkeit der Krankenversicherung. Eine solche Versicherung kommt für einen gewissen Teil der anfallenden   Kosten auf. Unter anderem können folgende Probleme versichert werden:

  • Ambulante oder stationäre tierärztliche Behandlungen
  • notwendige OPs unter Vollnarkose nach Erkrankung oder Unfall
  • Unterbringung in einer Tierklinik

Auch nur auf Operationen beschränkte Tarife sind am Markt  erhältlich. Ebenso gibt es Policen für Pferde, die ausschließlich die Kosten einer Kolik-OP übernehmen. Eine Anpassung  des Versicherungsschutzes an Ihre Vorstellungen ist also gut  darstellbar.

Eine solide medizinische Versorgung ist auch für ein Haustier  eine teure Sache. Sorgen Sie hier vor und schenken Sie  Ihrem Vierbeiner die Absicherung, die er benötigt. Mit einer  Tierkrankenversicherung stellt sich auch die Frage nicht  mehr, ob sich bestimmte Behandlungen angesichts des Alters  eines Tiers noch „lohnen“.

Spezielle Lösungen für Pferde und Vieh

Für Pferde und Vieh gibt eine ganze Reihe von Versicherungslösungen mit fest vereinbarten Versicherungssummen, die beim  Eintreten eines bestimmten, versicherten Ereignisses Basis  einer Erstattung sind. Hier kann es eine Beschränkung in der  Versicherbarkeit bestimmter Tierrassen geben.

Kastrationsversicherung

Hier wird das Risiko einer Kastration übernommen. Der Versicherungsschutz gilt von Beginn des Eingriffs an und für  eine gewisse Anzahl von Tagen danach. Voraussetzung für eine Entschädigung ist die Kastration durch einen Tierarzt,  sowie eine im Vorfeld eingereichte Bescheinigung über die geschlechtlich normale Entwicklung des Tieres. Kommt es zu Komplikationen, ist eine mit dem Versicherer vereinbarte Versicherungssumme Basis für die Entschädigung.

Leibesfrucht-Versicherung

Hierbei handelt es sich um die einzige Absicherungsmöglichkeit, die bereits vor der Geburt des Tieres beginnt. Der  Versicherungsschutz greift im Regelfall ab dem 7. Trächtigkeitsmonat und wirkt bis nach der Geburt. Speziell der  Zeitraum, auf wie viele Tage sich der Versicherungsschutz  postnatal noch erstreckt, variiert zwischen den verschiedenen Anbietern. Versichert ist der Tod und die Nottötung des  Embryos bzw. Jungtiers bedingt durch Krankheit. Dauerhafte  Unbrauchbarkeit infolge Krankheit, Unfall, Brand, Blitzschlag,  Diebstahl oder Raub können ebenfalls – je nach gewähltem  Anbieter und Tarif – zu einer Entschädigungsleistung führen.

Trächtigkeitsversicherung

Die Trächtigkeit eines Muttertiers kann immer zu Komplikationen führen. Genau dieses Risiko wird durch eine Trächtigkeitsversicherung gedeckt. Versichert sind der Tod oder die  Nottötung infolge der Trächtigkeit oder des Gebärens. Die in  dieser Versicherungssparte zu vereinbarende Versicherungssumme ist Basis der Entschädigung.

Lebensversicherungen

Wie bei der bekannten Lebensversicherung für Menschen,  dient auch bei der Tierlebensversicherung eine vereinbarte  Versicherungssumme als Basis der Entschädigung. Versichert  sind die Tiere im Falle von Tod oder Nottötung, Transport,  Diebstahl, Raub, Abschlachten in diebischer Absicht sowie  dauernde Zuchtunbrauchbarkeit. Der Versicherungsschutz gilt  im Stall wie auch auf der Weide und erstreckt sich zusätzlich  auf Trächtigkeits- und Geburtsschäden am Muttertier.

Transport- und Diebstahlversicherung

Der Versicherungsschutz der Transport und Diebstahlversicherung umfasst Tod oder Nottötung des Tiers während des  Transportes in den Mitgliedsländern der EU und der Schweiz  (kein Lufttransport), wenn der Tod (Verenden, Nottötung)  durch den Transport verursacht wird. Mitversichert sind  ebenfalls Diebstahl und Raub oder Abschlachten in diebischer  Absicht sowie Brand und Blitzschlag. Diese Art von Tierversicherung ist vor allem für Pferde verbreitet. Sie kann auch als  kurzfristige Variante für einzelne Transporte abgeschlossen  werden. (z. B. Turniere).

Tier-Ertragsschadenversicherung für Rinder-/Schweinehalter

Tierseuchen sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr, die oftmals auch durch vorbeugende oder hygienische Maßnahmen nicht beeinflusst werden kann. Nicht nur die betroffenen Betriebe können die Verluste im Seuchenfall kaum  verkraften, auch für umliegende Betriebe und Erzeuger droht der Existenzverlust. Die Tier-Ertragsschadenversicherung schützt die Betriebe nicht nur vor Existenzverlust bei Betriebsunterbrechungs-/  Ertragsschäden aufgrund von Keulung bzw. Sperre mit behördlich angeordneten Produktablieferungsverboten (Bsp.  Maul- und Klauenseuche). Zusätzlich ist es jetzt möglich, Ertrags- und Leistungsdepressionen aufgrund von Tierseuchen auch ohne bestandswirksame Maßnahmen, wie sie zum Beispiel bei der Blauzungenkrankheit (hohe Milchverluste, große Fruchtbarkeitsstörungen) auftreten können, abzusichern. Für alle Versicherungsmöglichkeiten gilt: die Entschädigung  erfolgt auf Basis des vom Kunden frei gewählten Produktpreises. Weil im Seuchenfall der aktuelle Marktpreis deutlich  absinken kann, ist diese Vertragsform ein besonderes Highlight.

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