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Welche Versicherungen benötigen Sie nach dem Abschluss eines Studiums?

Das Studium ist zuende und Sie starten mit Ihrem ersten Job – Wie müssen Sie sich absichern?

Nach Ende des Studiums der erste Job

Endlich auf eigenen Beinen stehen!

Der erste Job

Mit dem Eintritt ins Berufsleben beginnt für Hochschulabsolventen der Ernst des Lebens. Konnte man das Studium noch  als Anhängsel der Schulzeit sehen, steht man nun auf eigenen  Beinen. Man ist nun endgültig im Erwachsenenleben angekommen und muss nun Verantwortung für sich selbst übernehmen – und natürlich auch die Risiken und Chancen der  neuen Situation bedenken.

Mit dem Ende Ihres Studiums fallen Sie oft automatisch aus  fast allen Verträgen heraus, in denen Sie über Ihre Eltern noch  mitversichert waren. Hier müssen Sie nun für eigenen Versicherungsschutz sorgen. Selbstverständlich ist in Ihrer Situation nicht jede Versicherung wirklich notwendig oder sinnvoll.  Wir möchten daher die wichtigsten kurz ansprechen.

Was brauchen Sie?

Privathaftpflichtversicherung

Wer einem anderen gegen dessen Willen einen Schaden zufügt,  muss dem Geschädigten entsprechenden Schadenersatz  leisten.  Es gibt keine pauschale Begrenzung der Höhe eines  Schadenersatzanspruchs. Verursachen Sie einen entsprechend  hohen Schaden, können auch mehrere Jahreseinkommen  gefordert werden. Stellen Sie sich beispielsweise vor, ihre  Mietwohnung brennt ab, weil sie vor dem Weggehen vergessen  haben den Herd auszuschalten.

Eine Privathaftpflichtversicherung kommt für diese Kosten auf.  Sie übernimmt aber auch die Rolle einer „passiven Rechtsschutzversicherung“ und prüft Schadenersatzansprüche, die an  Sie gestellt werden darauf, ob sie gerechtfertigt sind. Sämtliche  Kosten, bis hin zu einem eventuell entstehenden Rechtsstreit, werden dann von der Haftpflichtversicherung getragen Sie genießen Versicherungsschutz auch als Mieter einer Wohnung, bei der Teilnahme am Straßenverkehr als Radfahrer oder Skater, auf Reisen oder beim Sport. Die Privathaftpflichtversicherung ist eine absolute Notwendigkeit für jeden!

Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung stellt quasi das Gegenstück  zur Privathaftpflichtversicherung dar. Sie übernimmt u. a. die  Kosten eines Rechtsstreits, in dem Sie eigene Ansprüche  durchsetzen möchten. Je nach gewähltem Umfang deckt ein  solcher Vertrag verschiedene Rechtsbereiche ab. Deckung für  Mietrecht, alles rund ums Fahrzeug oder auch für Arbeitsrecht  stellen eigene Bausteine dar. In gewissem Umfang tritt eine  Rechtsschutzversicherung auch für strafrechtliche Probleme ein. Viele Anbieter haben auch eine Beratungshotline für  Ihre Kunden, über die man eine erste rechtliche Orientierung  erhalten kann, wenn man vermutet ein Problem  zu haben, das  zu einem Rechtsstreit werden könnte. Jeder Rechtsstreit ist mit  einem hohen finanziellen Risiko verbunden. Der „Verlierer“ zahlt  sämtliche Gerichtsund Anwaltskosten beider Parteien. Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung ist daher äußerst sinnvoll. Sie möchten doch nicht auf Ihr gutes Recht verzichten müssen, nur weil Sie das finanzielle Risiko nicht tragen können, oder?

Unfallversicherung

Aus der Familienunfallversicherung Ihrer Eltern fallen Sie nicht  automatisch heraus. Hier bleiben Sie als versicherte Person  so lang versichert, bis Ihre Eltern Sie aus dem Vertrag heraus  nehmen lassen. Es empfiehlt sich in jedem Fall zu prüfen, ob  die ggf. gebotenen Versicherungssummen ausreichend hoch  gewählt wurden – und ob die für Sie hinterlegte Berufsgruppe  korrekt ist. Ist die Berufsgruppe falsch hinterlegt, kann es im  Schadensfall dazu kommen, dass die Leistung auf den Zahlbeitrag angepasst wird. In der Folge erhalten Sie dann eine deutlich niedrigere Entschädigung. Die Leistungen der Unfallversicherung sollen in erster Linie dazu dienen, Ihr Lebensumfeld  so umzugestalten, dass Sie mit einer unfallbedingt erworbenen  Behinderung möglichst optimal den Alltag bewältigen können.  Sehr hohe Kosten fallen u. a. für den Umbau einer Immobilie, die Anschaffung eines behindertengerechten Fahrzeugs  oder den Erwerb hochwertiger Prothesen an – hierunter kann auch spezielles Sportgerät fallen. Auch eine Unfallversicherung muss daher zu den notwendigen Versicherungen gezählt werden. Wenn Sie bereits eine Unfallversicherung  besitzen, sollten Sie die korrekte und ausreichende Deckungshöhe prüfen lassen.

Hausratversicherung

Oft fallen der Eintritt ins Berufsleben und der Bezug der  ersten „richtigen“ eigenen Wohnung zusammen. Man steht  auf eigenen Beinen, verdient eigenes Geld und möchte dann  natürlich auch vernünftig wohnen. Die Tage in der WG oder der  Studentenbude möchte man nicht missen, aber auf Dauer ist  das meist nichts. Schnell sammeln sich in einer Wohnung hohe  Werte an. Dessen wird man sich oft erst nach einem Schadensfall bewusst. Die Hausratversicherung erstattet die Kosten  einer Reparatur bzw. Neuanschaffung nach Totalschaden Ihres  Hausrats. Die im Rahmen der Hausratversicherung versicherten Gefahren decken einen Großteil dessen ab, was Ursache  für einen Schaden sein kann (u. a. Einbruch-Diebstahl, Brand,  Leitungswasser, usw.). Gewiss kann man den neuen Fernseher  nach einem Überspannungsschaden noch selbst bezahlen –  der Ersatz einer komplett neuen Wohnungseinrichtung, von  Kleidung, Elektronik, etc. nach einem Brand, kann schnell zu  einem existenzbedrohenden Problem werden. Auch die Hausratversicherung sehen wir daher als „must have“.

Glasversicherung

Die Glasversicherung zählt zwar nicht zu den unbedingt  notwendigen Versicherungen, sie soll an dieser Stelle aber  dennoch erwähnt werden, da Glasschäden an gemieteten Immobilien nicht im Rahmen der Mietsachschadendeckung einer  Privathaftpflicht erstattet werden. Zerbricht eine Türverglasung  weil Sie die Tür ihrer gemieteten Wohnung versehentlich zu fest zugeschlagen haben, müssen Sie für die Reparatur  ohne Glasversicherung selbst aufkommen. Eine Glasversicherung ist in der Regel für geringe Beiträge erhältlich. Neben den Glasflächen von Fenstern und Türen, sind in der Regel auch Glaskochfelder und Mobiliarverglasung mit versichert.

Was benötigen Sie zur persönlichen Vorsorge?

Dass durch unser Sozialversicherungssystem nur eine gewisse  Grundsicherung zu erwarten ist, hat wohl jeder schon gehört.  Der Wandel der Altersstruktur unserer Bevölkerung und das  Umlageverfahren machen es fragwürdig, ob die Absicherung  mittelfristig überhaupt noch auf dem aktuellen Niveau gehalten  werden kann. Bereits jetzt tun sich große Deckungslücken auf, die man zum  Glück in wesentlichen Bereichen schließen kann:

Solide Gesundheitsversorgung

Einer der wichtigsten Bereiche ist die Gesundheitsversorgung.  Sie ist maßgeblich für hohe Lebenserwartung und Lebensqualität. Auch als junger Akademiker werden Sie sich zunächst in  aller Regel bei einer der gesetzlichen Krankenversicherungen  versichern müssen. Privater Krankenversicherungsschutz ist  erst dann möglich, wenn Ihr monatliches Einkommen oberhalb  der Beitragsbemessungsgrenze liegt, sie eine Beamtenlaufbahn  einschlagen oder sich selbstständig machen.

Die Gesetzlichen Krankenkassen kommen bei weitem nicht für  alles auf, was die moderne Medizin möglich machen könnte.  Vor allem das Konsultieren von Spezialisten wird meist nur  anteilig übernommen – wenn überhaupt. Zahnersatz wird nur  in einfacher Ausführung gezahlt, Implantate werden nur zu  einem Bruchteil bezuschusst. Auch eine Vielzahl von unterschiedlichen Zuzahlungen belasten das Kassenmitglied noch zusätzlich. Zumindest in den wichtigsten Bereichen sollte die Versorgungssituation über eine Krankenzusatzversicherung abgerundet werden.

Als Akademiker werden Sie in absehbarer Zeit wahrscheinlich ein Einkommen oberhalb der Pflichtversicherungsgrenze  verdienen. Dann haben Sie die Möglichkeit, in eine private Krankenversicherung zu wechseln. Wenn Sie daher bereits  heute auch einen Optionstarif oder eine „kleine Anwartschaft“ wählen, können Sie ohne erneute Gesundheitsprüfung in  eine private Vollversicherung wechseln, sobald es Ihre beruflichen Gegebenheiten zulassen. Neben Ihrem guten Gesundheitszustand können Sie auch Ihr junges Eintrittsalter für die Zukunft sichern, hierfür ist eine große Anwartschaft nötig.

Welche Bereiche Sie privat ergänzen sollten:

Stationäre Zusatzversicherung – Mit einer stationären Zusatzversicherung werden Sie im Optimalfall in einem Krankenhaus Ihrer Wahl als Privatpatient behandelt, auf Wunsch  auch vom Chefarzt. Sie liegen im Ein- bzw. Zweibettzimmer  und können die Möglichkeiten der modernsten Medizintechnik  ausschöpfen.

Krankentagegeldversicherung – Sind Sie durch eine  Erkrankung nicht arbeitsfähig, zahlt Ihr Arbeitgeber in der Regel  nur für sechs Wochen weiterhin Ihren Lohn bzw. Ihr Gehalt.  Sind Sie länger krank, erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse ein  niedrigeres Krankengeld (ca. 60 70 % des normalen Nettoeinkommens). Monatlich fehlen so schnell mehrere Hundert Euro  zu Ihrem gewohnten Nettoeinkommen.

Zahnzusatzversicherung – Die Krankenkassen übernehmen im Bestfall 65 % der Kosten für Zahnersatz. Allerdings  nur im Rahmen der Regelversorgung. Eine Brücke, die 700,-Euro kostet, würde demnach mit maximal 455,-Euro  bezuschusst werden. Drei Implantate für je 1.600,-Euro, die eine hochwertigere Alternative zur Brücke wären,  würden ebenso bezuschusst werden. Die Restkosten können zu einem Großteil über eine Zahnzusatzversicherung gedeckt  werden.

Pflegeergänzung

Im Zuge einer Krankenzusatzabsicherung kann auch bereits  über das Thema Pflegebedürftigkeit nachgedacht werden, wobei das längst kein „Alte-Leute-Problem“ mehr ist. Das Risiko,  zum Pflegefall zu werden, betrifft auch junge Menschen. Krankheit und Unfall kennen kein Alter. Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet vor allem bei notwendiger stationärer Pflege  kaum die Hälfte der anfallenden Kosten. Der Rest bleibt beim  Pflegebedürftigen bzw. seiner Familie hängen. Ein Pflegetagegeld stellt die preisgünstigste Lösung zum Auffangen dieses  enormen finanziellen Risikos dar. Sorgt man bereits in jungen  Jahren für einen solchen Schutz, fällt der Beitrag zumeist nicht  spürbar ins Gewicht.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Ihre Arbeitskraft ist die Basis für Ihren Lebensstandard. Kann  man aufgrund gesundheitlicher Probleme seinen Beruf nicht  mehr ausüben, geht dies oft mit einem sozialen Abstieg einher.  Je nach Art der Erkrankung und der Befähigung eines Menschen ist eine Umschulung oder der Wechsel in einen anderen,  meist schlechter bezahlten Beruf, nicht möglich. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung stellt eine ideale Lösung dar, um im  Fall der Fälle eine Lohnersatzleistung zu erhalten. Die Höhe  der abgesicherten Rente sollte ausreichend hoch gewählt sein,  damit man seinen finanziellen Alltag mit der Zusatzzahlung  auch bestreiten kann. Auch die Laufzeit eines solchen Vertrags  sollte möglichst auf das reguläre Rentenalter abgestimmt sein.  Beamte bzw. Beamtenanwärter müssen weiterhin darauf achten, einen Anbieter zu wählen, der eine geeignete Dienstunfähigkeitsklausel in seinem Bedingungswerk bietet.

Haben Sie oder Ihre Eltern bereits eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen, sollte in jedem Fall die Höhe der  Berufsunfähigkeitsrente überprüft werden. Steht diese noch in einem gesunden Verhältnis zu Ihrem Nettoeinkommen?  Durch das Ausbildungsende bieten Ihnen die meisten Versicherungsunternehmen die Möglichkeit der Nachversicherung. Sie können die versicherte Rente dann in gewissem Rahmen erhöhen, ohne dass eine neue Gesundheitsprüfung  durchgeführt werden muss.

Altersvorsorge

Auch wenn Sie erst ganz am Anfang Ihres Berufslebens stehen,  sollten Sie sich überlegen, wie Ihre finanzielle Situation als  Rentner aussehen soll. Die Gesetzliche Rente wird nicht ausreichend hoch ausfallen, um Ihren Lebensstandard zu sichern. Die  anhaltend negative Bevölkerungsentwicklung sowie die immer  größer werdende Zahl von Senioren werden das Rentenniveau  noch weiter senken. Durch die stetig steigende Lebenserwartung, aber auch durch das immer aktiver werdende Rentnerleben, steigt der Kapitalbedarf im Alter zunehmend an.

Man muss fürs Alter sparen, wenn man es genießen will. Je  früher man damit anfängt, desto besser. Es gibt verschiedene  Möglichkeiten, eine solide Altersvorsorge aufzubauen. Welche  die für Sie passende Lösung ist, können wir nur im  gemeinsamen Gespräch herausfinden. Sie dürfen vor diesem  großen Problem keinesfalls die Augen verschließen. Je früher  Sie anfangen eine Altersversorgung aufzubauen, desto weniger  müssen Sie sparen. Der Zinses-Zins-Effekt belohnt jeden, der  sich früh für seine unvermeidbare Altersversorgung entscheidet.

Vermögenswirksame Leistungen

Auch mittelfristiges Sparen ist ein Bereich, den Sie nun bedenken können. Die Anlage der Vermögenswirksamen Leistungen  ist ein erster guter Schritt, ein gewisses Vermögen aufzubauen.  Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Anlage. Je nach Höhe  Ihres Einkommens und der Art des gewählten Anlageprodukts,  kommen Sie ggf. in den Genuss der Arbeitnehmersparzulage  oder Wohnungsbauprämie. Der Fiskus fördert Ihr Sparbestreben  so mit bis zu 20 % im Jahr.

Mehr Freiheiten – mehr Verantwortung

Zum  Erwachsenwerden gehört auch dazu, nicht einfach auf das Beste zu hoffen und einfach so in den Tag hinein zu  leben. Nein, auch eher negativ Behaftetes muss bedacht und soweit möglich Vorsorge getroffen werden. Im Bereich  der Vorsorge passiert nichts von alleine. Die Weichen für eine finanziell sorgenfreie Zukunft müssen Sie selbst stellen.  Wir helfen Ihnen gerne bei der Entscheidungsfindung.

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