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Wohngebäudeversicherung

Als Besitzer eines Hauses haben Sie eine Investition getätigt, die nicht nur in der Anschaffung teuer ist, sondern auch im Schadensfall zu einer ernsthaften finanziellen Belastung werden kann. Ein Fahrzeuganprall an der Häuserwand, ein Blitzeinschag oder ein Brand, all dies kann den Wert Ihres Gebäudes stark mindern und sogar die Stabilität der Baustruktur gefährden. Da Reparaturmaßnahmen an fertiggestellten Immobilien sehr schnell in einen kostenintensiven Bereich gelangen können, ist jedem Hausbesitzer zu einer Wohngebäudeversicherung geraten.

Eine Wohngebäudeversicherung ist keine Pflichtversicherung, dennoch ist sie jedem, der sein Eigenheim schützen möchte zu empfehlen. Der am häufigsten auftretende Schaden in Häusern sind Leitungswasserschäden durch einen Wasserrohrbruch. Bleibt ein Rohrbruch längere Zeit unbemerkt, sodass die Wände sich mit Wasser vollsaugen, treibt das den Schaden oft schnell in die Höhe. Eine Wohngebäudeversicherung sichert Sie im Fall eines Rohrbruchs, aber auch gegen Sturm- und Hagelschäden, Feuer oder Blitzschlag, ab. Im Schadensfall übernimmt die Gebäudeversicherung die Koste für anfallende Reparaturen oder den Wiederaufbau. Ist der Schaden so groß, dass es für den Versicherungsnehmer unzumutbar wird weiter in dem Gebäude zu wohnen, übernimmt die Wohngebäudeversicherung die anfallenden Kosten für einen Hotelaufenthalt, oder ggf. einen vorzeitigen Auszug.

Bei den Gebäudeversicherungen gibt es, mit bis zu 500 €, große Preisunterschiede. Eine Selbstbeteiligung im Schadensfall kann die Versicherungsprämien senken, allerdings müssen in diesem Fall Schäden bis zur vereinbarten Selbstbeteiligungssumme aus eigener Tasche gezahlt werden. Übersteigt die Schadenssumme die Selbstbeteiligung, so übernimmt die Versicherungsgesellschaft alles was über die Selbstbeteiligung hinaus geht. Im Vordergrund steht bei der Wohngebäudeversicherung die existenzbedrohenden Risiken.

Eine Gebäudeversicherung ist für jeden Versicherungsnehmer individuell anpassbar und mit Zusatzbausteinen, wie Erdbeben, Erdrutsch, Erdsenkung, Lawinen oder Überschwemmung nach Belieben zu erweitern. Diese Zusatzbausteine werden von allen Versicherungsgesellschaften angeboten.

In einigen deutschen Gebieten ist es schwer eine Wohngebäudeversicherung mit einer Elementarschadenversicherung zu kombinieren, dies betrifft in erster Linie Gebiete, die oft mit Überschwemmungen zu kämpfen haben. Es kann selbst dann schon schwer werden, wenn sich Ihr Gebäude in der Nähe von fließenden Gewässern befindet, oder seismologische Tätigkeiten zu registrieren sind. Diese Gebiete werden von Versicherungen oft als unkalkulierbare Risiken behandelt.

In die Wohngebäudeversicherung kann zusätzlich auch eine Glasbruchversicherung aufgenommen werden, diese sind vor allem für Gebäude mit Glasfassaden zu empfehlen. Eine Glasbruchversicherung kann aber auch für Wohnungsinventar, wie Vitrinen oder Aquarien abgeschlossen werden.

Grob fahrlässig verursachte Schäden sind grundsätzlich von der Versicherung ausgeschlossen. Wird festgestellt, dass ein Schaden selbstverschuldet wurde, gibt es keinen Schadenersatz. Der Unterschied zwischen Fahrlässigkeit und grober Fahrlässigkeit ist oft sehr gering, daher empfielt es sich die grobe Fahrlässigkeit mit in die Versicherung aufzunhmen. Haben Sie grobe Fahrlässigkeit in Ihrer Police abgedeckt, verzichtet die Versicherungsgesellschaft meist auf eine Prüfung.

Ein weiterer Zusatz zur Wohngebäudeversicherung ist die Feuerrohbauversicherung, diese kann in Kombination mit der Gebäudeversicherung, oder einzeln abgeschlossen werden, es empfielt sich aber über eine kombinierte Variante nachzudenken. Die Feuerrohbauversicherung ist nicht durch die Bauleitungsversicherung von finanziellen Folgen ausgeschlossen. Die Feuerrohbauversicherung sollte bereits während der Bauphase bestehen, diese sichert Sie bei Schäden durch Feuer, Blitzschlag oder bei Explosion ab. Schließt man eine Wohngebäudeversicherung mit Feuerrohbauversicherung ab, so besteht für die ersten sechs Monate der Bauphase Versicherungsschutz, diese kann nach Ablauf auch verlängert werden. Eine Feuerrohbauversicherung muss immer vor dem Hausbau abgeschlossen werden, damit der Versicherungsschutz rechtzeitig zu Baubeginn besteht. Bei einem Darlehen bei der Bank wird oft eine Feuerrohbauversicherung gefordert.

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Unwetter, Erdbeben, Brände, korrodierte Rohre,  Überschwemmung selbst das solideste Haus  kann dadurch stark beschädigt werden. Diese  Schäden wirklich komplett zu vermeiden, ist fast  unmöglich! Doch wenn man sie schon nicht vermeiden kann,  dann kann man sie wenigstens finanziell absichern.

Schadenbeispiele aus der Praxis

Innerhalb von Sekunden

Während eines Gewitters schlug ein Blitz in den Dach­ stuhl eines Wohnhauses ein und setzte diesen in Brand.  Rasch weitete sich das Feuer auf das komplette Dach­ geschoss aus. Die alarmierte Feuerwehr konnte den  Brand zwar rasch kontrollieren und eindämmen, jedoch  beschädigte das Löschwasser die übrigen Wohn   räume  so stark, dass das Gebäude vollständig abgerissen  und neu aufgebaut werden musste. Die Schadenhöhe  wurde auf 350.000 € geschätzt.

Dunkle Flecken

An der Wand einer Küche bildeten sich dunkle,  feuchte Flecken. Der vermutete Rohrbruch konnte je­ doch erst lokalisiert werden, nachdem die komplette  Küche abgebaut und die Küchenwand großflächig  aufgeschlagen wurden. Nachdem das schadhafte Rohr  ausgetauscht wurde, mussten zunächst die Wände  9 Tage getrocknet und der beschädigte  Parkettboden ausgetauscht werden. Erst danach ließ  sich die Küche wieder montieren. Die Schadenhöhe  wurde auf  2.400 € geschätzt.

Hagelschlag

Während eines schweren Unwetters durchschlugen Hagelkörner zwei Fenster einer vermieteten Wohnung. Da die Mieter an diesem Abend nicht zu Hause  waren, drangen Hagel und Regen über mehrere Stunden in die Wohnung ein. Abgesehen von der Reparatur der Scheiben, mussten auch 6 Tage lang umfangreiche Trocknungsmaßnahmen der Wände und des Bodens erfolgen. Die Mieter minderten daraufhin die Miete, da es unzumutbar war, während dieser Trocknungs­ arbeiten die Wohnung zu nutzen. Die Schadenhöhe wurde auf 1.500 € geschätzt.

 Orkan Kyrill

Das Sturmtief Kyrill fegte 2007 mit Orkanböen von bis zu 150 km/h über Deutschland hinweg. Eine ca. 20 m hohe Linde wurde im Garten eines Wohnhauses ent­ wurzelt. Der Baum fiel nicht direkt auf das Gebäude, sondern streifte es nur und beschädigte dabei vor allem den Balkon und die angebrachte Markise erheblich. Die durch die Äste beschädigte Fassade konnte verhältnismäßig einfach repariert werden. Die Schadenhöhe wurde auf 7.000 € geschätzt.

1,20 m Hochwasser

Starke Regenfälle und die einsetzende Schnee­ schmelze ließen mehrere Gewässer über ihre Ufer treten.  Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten ergoss sich das angestaute Wasser über einen Lichtschacht in den Keller eines Mehrfamilienhauses und setzte diesen bis zu 1,20 m unter Wasser. Nachdem das Wasser abgepumpt war und die ca. 15 cm hohe Schlammdecke entfernt wurde, begann die Trocknung des Kellers. Daran schlossen sich weitere Reinigungs­ und Malerarbeiten an. Die Schadenhöhe wurde auf 8.500 € geschätzt.

Für wen ist die Versicherung?

Empfehlenswert für alle Hausbesitzer und Wohnungseigentümergemeinschaften.

Was ist versichert?

Versichert ist das Wohngebäude. Zubehör, das der Instandhaltung des Gebäudes oder dessen Nutzung zu Wohnzwecken  dient, gilt als versichert, soweit es sich in dem Gebäude befin­ det oder außen am Gebäude angebracht ist.  Nebengebäude und Garagen sind versicherbar, müssen aber  in der Regel separat angegeben werden.

Welche Gefahren und Schäden sind versicherbar?

Grundsätzlich sind alle Gefahren einzeln versicherbar. Die „klassische“ Wohngebäudeversicherung beinhaltet die Gefahren:

  • Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
  • Leitungswasser (Rohrbruch, Frostschäden an Rohren)
  • Sturm, Hagel

Zusätzlich versicherbar sind:

  • Elementarschäden (Überschwemmung, Überflutung, Vulkanausbruch, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schnee­ druck)
  • All­Risk­Deckung (unbenannte Gefahren)

Welche Gefahren und Schäden sind u.a. nicht versichert?

Es sind ausschließlich die im Versicherungsschein benannten Gefahren versichert. Je nach gewähltem Tarif ist es möglich, dass einzelne Gefahren bzw. Schäden in Ihrem individuellen Angebot eingeschlossen sind:

  • Schäden die durch die Nichteinhaltung von behördlichen oder gesetzlichen Sicherheitsvorschriften verursacht wurden (Garagenverordnung, Pflicht zur elektrotechnischen Revision, usw.)

Grundsätzlich sind Schäden durch folgende Ursachen nicht versichert:

  • Vorsatz
  • grobe Fahrlässigkeit (Leistungskürzung)
  • Krieg
  • Kernenergie

In der Feuerversicherung:

  • Schäden durch Erdbeben
  • Nutzwärmeschäden, Sengschäden

In der Leitungswasserversicherung:

  • Schäden durch Plansch­ und Reinigungswasser
  • Schäden durch Schwamm, Regenwasser aus Fallrohren In der Sturmversicherung:
  • Schäden durch Sturmflut
  • Schäden durch Lawinen
  • Schäden durch Eindringen von Regen, Hagel, Schnee oder Schmutz durch nicht ordnungsgemäß geschlossene Fenster, Außentüren oder andere Öffnungen.

In der Elementarschadenversicherung:

  • Schäden durch Sturmflut

Wo gilt die Versicherung?

Der Versicherungsschutz besteht für die im Versicherungsvertrag benannten Gebäude. Nebengebäude und    Garagen  sowie weiteres Zubehör und sonstige Grundstücksbestandteile müssen separat benannt werden.

Wie lässt sich die Versicherungssumme ermitteln?

Die Versicherungssumme richtet sich nach dem Wert des Wohngebäudes und kann anhand eines Wertermittlungsbogens, eines Gutachters oder auf Basis der tatsächlichen Baukosten ermittelt werden.

Welche Zahlungen werden im Schadenfall geleistet?

  • Ersetzt wird der Neuwert der zerstörten Sachen. Bei beschädigten Sachen werden die notwendigen Reparaturkosten
  • Für den Fall, dass kein Wiederaufbau erfolgt, besteht lediglich Anspruch auf einen Zeitwert.
  • Eine Vielzahl von unterschiedlichen Kosten, die im Zusammenhang mit einem versicherten Schadenfall entstehen, sind (teilweise über die Versicherungssumme hinaus) abgedeckt. Zum Beispiel Aufräum­ und Abbruchkosten, Bewegungs­ und Schutzkosten sowie Schadenabwendungs­ und  ­minderungskosten. Auch ein möglicher Mietausfallschaden  wird in diesem Zusammenhang ersetzt, soweit dies vereinbart wurde.

Welche zusätzlichen Versicherungen sind zu empfehlen?

Glasversicherung

Gerade bei größeren Glasflächen oder einem Wintergarten kann der Abschluss einer Glasversicherung sinnvoll sein Ungeachtet der Schadensursache wird der Ersatz von Glasscheiben erstattet. Die Glasversicherung zählt ganz sicher nicht zu den unbedingt notwendigen Versicherungen. Sie soll an dieser Stelle aber auch deshalb erwähnt werden, da Glasschäden an gemieteten Immobilien von einem Mieter nicht im Rahmen der Mietsachschadendeckung seiner Privathaftpflicht geltend gemacht werden können. Eine Glasversicherung ist in der Regel für sehr geringe Beiträge erhältlich Neben Fenstern und Türverglasungen können auf Wunsch auch Glaskochfelder und Mobiliarverglasungen mit versichert werden.

Rechtsschutz für Haus- und Grundbesitzer

Streitigkeiten rund ums Haus sind keine Seltenheit. Rasch wird aus Unstimmigkeiten mit dem Nachbarn ein Rechtsstreit der erst vor Gericht entschieden werden kann. Auch z. B. Steuersachen oder Ordnungswidrigkeiten sind vor Gericht über einen solchen Vertrag abgesichert. Möchten Sie Erstattungsansprüche für Schäden an Ihrem Haus oder Grund durchsetzen? Auch hier hilft diese Form der Rechtsschutzversicherung. Streitigkeiten mit einem Mieter müssten allerdings über einen separaten Vermieter­RS gedeckt werden.

Mietnomadenversicherung

Vermieten Sie Wohnraum, besteht immer die Gefahr, dass Ihr Mieter nicht mehr zahlt oder Schäden verursacht, für die er nicht aufkommen kann. Eine Mietnomadenversicherung kommt innerhalb bestimmter Maximalgrenzen für Mietausfall und Sachschaden auf. Die Mietnomadenversicherung ist sicherlich eine der innovativsten Neueinführungen, die der Versicherungsmarkt in den letzten Jahren erleben durfte. Eine sinnvolle Ergänzung der Absicherung für alle Vermieter.

Elementardeckung und unbenannte Gefahren

Weshalb eine erweiterte Deckung für Sie sinnvoll ist

Die drei Grundgefahren Feuer, Leitungswasser und Sturm/Hagel hat inzwischen vernünftigerweise fast jeder Hauseigentümer abgesichert. Viele der möglichen Schäden, die zu hohen Kosten führen können, sind so bereits abgedeckt.  Dennoch bietet diese Drei-Gefahren-Deckung noch viele Angriffspunkte für Schadenereignisse, deren Folgen Sie selbst  tragen müssten.

Wir möchten Ihnen hier gerne aufzeigen, wofür Sie die beiden Deckungserweiterungen „Elementarschäden“ und  „unbenannte Gefahren“ benötigen und bei welchen Schadenszenarien deren Deckung greifen würde. Nachstehend möchten wir Ihnen zunächst die Deckung für Elementarschäden anhand von Schadenbeispielen veranschaulichen. Mehrere Landesregierungen starteten bereits werbliche Versicherungsinitiativen, um Hauseigentümer zur  entsprechenden Erweiterung des Versicherungsschutzes anzuregen, da die Schwere dieses Problems erkannt wurde.  Man möchte Eigentümer mehr in die Eigenverantwortung nehmen, weshalb die Hilfsfonds für die Opfer von Elementarschäden entsprechend gestrichen wurden. Hilfszahlungen erhält so nur noch, wer sich nicht selbst hätte versichern  können.

Schadenbeispiele für  Elementarschäden aus der Praxis

Überschwemmung

Überflutet Oberflächenwasser (z. B. eines stehenden  oder fließenden Gewässers) durch starke Witterungsniederschläge (auch Schmelze) Grund und Boden,  spricht man im Sinne der Elementardeckung von einer  Überschwemmung. Auch das niederschlagsbedingte  Austreten von Grundwasser an der Erdoberfläche kann  zu einer versicherten Flut führen.

Ein Beispiel: Der fränkische Ort Poxdorf liegt etwa 2  km vom Überschwemmungsgebiet des Flusses Regnitz  entfernt. Am 21. Juli 2007 fielen dort innerhalb von nur  6 Stunden etwa 160 Liter Regen pro Quadratmeter. Der  Fluss konnte die Wassermassen nicht mehr fassen und  trat über seine Ufer. Nach kürzester Zeit waren in der  Gegend um Poxdorf mehr als 1.000 Häuser und Keller  überflutet. Es entstand ein Sachschaden von rund 100  Mio. Euro. Mio. Euro. Bei Überschwemmungen kommt  es nämlich nicht nur zu Kosten durch direkte Schäden  an der Bausubstanz und die Trockenlegung. Vielmehr  sind es vor allem die Reinigungskosten, die schwer  zu Buche schlagen. Wenn das Wasser abgelaufen ist,  bleiben Schlamm und andere Verunreinigungen zurück.  Die Beseitigung dieser Rückstände kann sehr aufwändig werden.

Rückstau

Wird eine Ortschaft unter Hochwasser gesetzt, so läuft  immer zuerst die Kanalisation voll. Kann sie die Wassermassen nicht mehr aufnehmen, sieht man dies am  Wasser, das aus Gullis hervorquillt. Bei genug Wasser  kann der Druck in den Leitungen der Kanalisation hoch  genug sein, dass es Wasser durch die Ableitungsrohre  zurück ins Gebäude drückt. Dieser Rückstau verursacht  Verunreinigungen. Rückstau macht Hochwasser auch  für Gebäude in höheren Lagen zu einem Thema, die  von einer Überschwemmung selbst geschützt wären.

Schneelast

In den letzten Jahren kam es immer wieder zu dem  Phänomen, dass die Winter von kurzen, dafür umso  heftigeren Schneefällen geprägt waren. Schnee blieb  zudem lange liegen und wurde enorm schwer, wenn  es zu Tauphasen kam. Vor allem in 2006 versanken  viele Gebiete der Republik geradezu im Schnee. Für  die Dächer von Häusern waren die Schneemassen eine  enorme Belastung, der vor allem Flachdachbauten wie  z. B. Garagen und Firmengebäude oft nicht gewachsen  waren und nachgaben. Aber auch viele Wohngebäude  trugen Schäden an Dach und Schornstein davon.

Lawinen

Bei einer versicherten Lawine handelt es sich um  Schneeoder Eismassen, die einen Berghang hinab  rauschen. Auch Schäden durch die von ihr verursachte  Druckwelle sind versichert. Ein sich hier anbietendes  Schadensbeispiel ist das Ferienhaus in den Bergen, das  von einer solchen Lawine weggerissen wird.

Erdrutsch

Hänge sind permanent der Erosion durch Wind und  Niederschläge ausgesetzt. Kommen die „richtigen“  Faktoren zusammen, verliert der Hang an Festigkeit  und gerät ins Rutschen. Schäden, die ein solcher Erdrutsch verursacht, sind im Rahmen der Elementarschadenversicherung mit gedeckt. Auch hierzu ein Beispiel:  Im Juli 2009 wurde in Nachterstedt, Sachsen-Anhalt,  ein Zweifamilienhaus durch einen Erdrutsch in den  Concordia-See gerissen. Ein weiteres Gebäude wurde  zur Hälfte mit weggerissen.

Erdfall

Im November 2010 tat sich in der Kleinstadt Schmalkalden, Thüringen, mitten in der Nacht ein 40 mal 30  Meter großer Krater auf. Er verschluckte ein Auto, die  Straße und eine Garage. Fünf Häuser wurden damals  vorsorglich evakuiert, da ein weiterer Erdfall nicht  ausgeschlossen werden konnte. Solche natürlichen  Erdabsenkungen kommen vor allem in Karstgebieten  immer wieder vor. Karstgebiete sind Landschaften, die  sich aufgrund von unterirdischer Entwässerung durch  Höhlenbildung, Erdfälle und Wasserschwinden auszeichnen. Erdfall durch natürliche Ursachen sind über  die Elementarschadendeckung abgedeckt.

Erdbeben

Jedes Jahr werden in Deutschland mehrere hundert  Erdbeben gemessen. Beben der Stärke 4 bis 5 kommen  etwa alle 18 Monate vor. Eines der stärksten Beben war  wohl das Beben von Roermond im Jahr 1992, das Teile  der Niederlande und Deutschlands mit einer Stärke von  5,9 auf der Richterskala erschütterte. Es sorgte für erhebliche Sachschäden z. B. auch am Kölner Dom. Insgesamt wurden die Sachschäden durch dieses Beben  alleine in Deutschland auf über 75 Mio. Euro geschätzt.  Bereits leichte Beben können Ziegel vom Dach lösen  oder Risse in der Fassade verursachen. Auch bei solchen Schäden greift die Elementarschadendeckung.

Vulkanausbruch

Über die Fläche Deutschlands sind 53 Vulkane verteilt.  Zumindest die Vulkane der Eifel werden nach neueren  Forschungsergebnissen als nur schlafend eingestuft.  Der letzte größere Ausbruch liegt hier wohl 13.000  Jahre zurück. Dies veranlasste die britische Daily Mail  Anfang 2012 wohl auch zu der Spekulation, dass ein  Ausbruch des Laacher Sees unmittelbar bevor stünde.  Aus wissenschaftlicher Sicht deutet hierauf nichts hin,  da lediglich ein etwa gleichbleibender Ausstoß vulkanischen Kohlendioxids zu verzeichnen ist. Eine Regelmäßigkeit beim Ausbruch von Vulkanen gibt es nicht.  Die Intervalle zwischen Ausbrüchen sind sehr unterschiedlich. Wichtig ist jedoch, dass man sich darüber  im Klaren ist, dass ein Vulkanausbruch in Deutschland  grundsätzlich nicht unmöglich ist. Kommt es zum Ausbruch, würde eine Elementarschadendeckung z. B.  auch Beschädigungen und Verschmutzungen durch  ausgestoßene  Asche und Gase übernehmen.

Spiel der Elemente

Überschwemmung und Hochwasser sind natürlich die beiden Elementargefahren, die am häufigsten zu Versicherungsfällen führen. Schnell entstehen hier Kosten in mittlerer fünfstelliger Höhe. Gerade bei Überschwemmungen resultieren  diese Kosten meist gar nicht so sehr aus echten Beschädigungen am Gebäude, sondern vielmehr aus dem Aufwand, der  für Auspumpen, Reinigung und Trockenlegung betrieben werden muss. Die Mühen, die es macht, z. B. einen schlammgefüllten Keller wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen, dürfen Sie wirklich nicht unterschätzen.

Die Welt erfährt einen Klimawandel. Davor kann und darf man die Augen nicht verschließen. Es spielt dabei auch keine  Rolle, ob es sich hier um eine normale zyklische Veränderung handelt, oder der Mensch ihn verursacht hat. Fast einstimmig ist die Expertenmeinung, dass wir uns in den nächsten Jahren auf noch mehr Wetterextreme einstellen müssen. Wir  können Ihnen nur wärmstens empfehlen, sich ebenfalls auf das Wetter von morgen einzustellen und sich diese wichtige  Deckungserweiterung der Elementarschäden zu sichern.

Unbenannte Gefahren Versichert gegen (fast) alles Mögliche…

Die drei Grundgefahren in Verbindung mit der Deckungserweiterung um Elementarschäden stellt eine sehr solide Absicherung dar, die einen Großteil der in der Praxis wirklich eintretenden Versicherungsfälle abdeckt. Die bestmögliche Abrundung des Versicherungsschutzes für Ihr Haus erhalten Sie, wenn Sie sich auch für eine Deckung gegen unbenannte Gefahren entscheiden. Diese zugegeben schwer greifbare Gefahrengruppe, kommt vom Grundsatz her für Schäden auf, die durch eine Gefahr entstanden, die nicht näher in den Bedingungen benannt wurden. Hier gehen die Versicherer den umgekehrten Weg und schließen nur bestimmte Schadensereignisse vom Versicherungsschutz aus. Solche Ausschlüsse sind z. B. Krieg, Vorsatz und Kernenergie.

In dieser Deckung, die zusammen mit den Grundgefahren und  Elementarschäden auch als All-Risk-Deckung bekannt ist, ist  jedes Schadensereignis versichert, das nicht ausdrücklich in  den Bedingungen eines Versicherers ausgeschlossen wurde. Durch die große und unbenannte Fülle vieler versicherter Schadensursachen ist diese Form der Deckung für viele  Kunden oft nur schwer greifbar. Dazu besteht allerdings keine  Veranlassung.

Da es unmöglich sein dürfte, auf alle denkbaren Schadensursachen einzugehen, für die Versicherungsschutz bestünde,  und diese Deckungserweiterung von Versicherer zu Versicherer auch recht unterschiedlich ausfällt, möchten wir hier nur kurz  beispielhaft starken Wind unter Windstärke 8 als versicherte Schadensursache nennen. Weitere Beispiele sollten wir anhand des für Sie interessanten Tarifs herausarbeiten.

Der letzte Schliff

Die Erweiterung Ihres Versicherungsschutzes um die unbenannten Gefahren ist der letzte Schliff am Versicherungsschutz für Ihr Haus. Mit diesen Deckungseinschlüssen heben Sie Ihren Gebäudeversicherungsvertrag auf die bestmögliche Stufe. Ob Ihnen ein möglichst hochwertiger Versicherungsschutz wichtig ist, können natürlich nur Sie selbst  entscheiden. Bedenken Sie dabei jedoch auch den hohen Wert Ihres Hauses. Für ein neues Auto wählen Sie automatisch auch die Vollkaskoversicherung. Ergibt das dann nicht auch Sinn für Ihr Eigenheim? Wir können nur dazu raten,  da viele Schadensereignisse nur mit dieser Deckungserweiterung absicherbar sind. Es kann manchmal eine Kleinigkeit  sein, die dafür verantwortlich ist, ob ein Schaden erstattet wird oder nicht. Gehen Sie hier bitte kein Risiko ein!

Wir hoffen, wir konnten Ihnen auf diesen Seiten eine grundsätzliche Vorstellung vermitteln, weshalb die drei Grundgefahren Feuer, Leitungswasser und Sturm evtl. nicht ausreichen, damit Ihnen hohe Kosten durch Schäden an Haus,  Garagen und Nebengebäuden erspart bleiben. Gerne beraten wir Sie, welche Gefahren für Ihr Haus realistisch sind. Wir nehmen uns sehr gerne die Zeit, einen angemessenen Schutz für Ihr Eigenheim aufzustellen.

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